Die kostenlose, unverbindliche Erstanalyse liefert Ihnen einen klaren Status quo: technische Gesundheit Ihrer Website, Sichtbarkeit in Suchmaschinen und sozialen Netzwerken, Nutzerverhalten sowie erste Potenziale. Ziel der ersten beiden Wochen ist es, daraus realistische Ziele, messbare KPIs und ein belastbares Tracking-Setup abzuleiten – und gleichzeitig schnelle SEO- und UX-Quick-Wins umzusetzen.
Ziele und KPIs definieren
- Geschäftsziele präzisieren: Leads, Online-Verkäufe, Terminbuchungen, Anfragen pro Monat.
- Marketingziele verknüpfen: organischer Traffic (+X%), lokale Rankings (Top 3 für Hauptkeywords), Social-Reichweite/Engagement, Conversion-Rate, Cost per Lead.
- KPI-Set festlegen: Sitzungen/Quelle, Ranking-Entwicklung, CTR in der Google Search Console, Formular-Abschlüsse, Anrufklicks, Termin-Conversions, Micro-Conversions (Scroll, Video-Views).
- Zielwerte und Zeitachsen definieren (Monatsziele, 90-Tage-Etappen).
Web-Analyse-Setup
- Google Analytics 4 (oder vergleichbar) korrekt implementieren; Events für Formulare, Klicks auf Telefonnummern, Termin-Widgets, PDF-Downloads.
- Google Tag Manager als zentrale Steuerung; saubere Namenskonventionen.
- Google Search Console verbinden; Sitemap.xml einreichen; Indexierungsprobleme prüfen.
- Consent-Management rechtssicher aufsetzen; Messlücken durch Consent Mode minimieren.
- UTM-Standards definieren, damit später Kampagnen eindeutig zugeordnet werden.
- Basis-Dashboard in Looker Studio mit KPIs, Zielwerten und Annotationen.
Schnelle SEO- und UX-Quick-Wins
- Seitentitel und Meta-Beschreibungen fokussieren; Haupt-Keyword + Nutzenversprechen; Duplikate beseitigen.
- H1-Struktur prüfen; pro Seite klarer Fokus, semantische Zwischenüberschriften (H2/H3).
- Indexierbarkeit sicherstellen: 404-Fehler, Weiterleitungsketten, canonical-Tags, robots.txt, noindex-Fehlnutzungen.
- Core Web Vitals verbessern: Bilder komprimieren, Lazy Loading, kritisches CSS, Caching; mobil zuerst testen.
- Primärer Call-to-Action klar, konsistent und sichtbar (Above the Fold); Reibung in Formularen reduzieren (Pflichtfelder, Autocomplete, Fehlermeldungen).
- Trust-Signale: Siegel, Referenzen, Fallstudien, klare Kontaktmöglichkeiten, Impressum/Datenschutz.
- Lokale Quick-Wins: Google Business Profile (GBP) beanspruchen/prüfen, Hauptkategorie wählen, Öffnungszeiten, Leistungen, Fotos; NAP (Name, Address, Phone) auf Website und Footer einheitlich ausweisen.
Checkliste Woche 0–2
- [ ] Ziel- und KPI-Set abgestimmt mit Geschäftsführung/Vertrieb
- [ ] Analytics + Tag Manager + Search Console implementiert
- [ ] UTM-Standard und Consent-Management aktiv
- [ ] Sitemap/robots.txt korrekt; Indexfehler behoben
- [ ] 10–20 wichtigste Seitentitel/Metas optimiert
- [ ] 5–10 UX-Quick-Wins live (CTAs, Formulare, Mobilnavigation)
- [ ] GBP gepflegt, erste 3–5 Bewertungen angestoßen
Ressourcenplanung (KMU)
- Verantwortliche Person intern (Marketing/Vertrieb) mit 3–5 Stunden/Woche.
- Externe Unterstützung für Setup/Technik/SEO nach Bedarf; Budget zunächst für Analyse/Setup und kleine Content-Pakete einplanen.
Priorisierung nach Impact
1) Messbarkeit und Indexierbarkeit sichern (sehr hoher Impact, mittlerer Aufwand)
2) Meta/CTR und Core Web Vitals (hoher Impact, variabler Aufwand)
3) UX-Reibung an primären Conversions reduzieren (hoher Impact, niedriger Aufwand)
4) Lokale Präsenz (GBP) vollständig (hoher Impact, niedriger Aufwand)
Woche 3–6: Technisches SEO, lokales SEO und eine skalierbare Content-Engine
Jetzt geht es um dauerhafte Sichtbarkeit: technische Basis stabilisieren, lokale Signale stärken und einen Content-Plan aufsetzen, der Suchintentionen abdeckt und in Leads umwandelt.
Technisches SEO vertiefen
- Website-Struktur klären: flache Navigation, logische Kategorien; wichtige Seiten max. 3 Klicks entfernt.
- Interne Verlinkung strategisch: Top-Seiten stärken, Keyword-nahe Ankertexte, Breadcrumbs.
- Strukturierte Daten (Schema) für Organisation, Produkte/Dienstleistungen, FAQs, Bewertungen; Rich-Results-Chancen nutzen.
- Duplicate-Content vermeiden (Parameter, Druckansichten, HTTP/HTTPS, www/non-www).
- Bild-SEO: sprechende Dateinamen, Alt-Texte, WebP.
- Internationale Aspekte (falls relevant): hreflang sauber implementieren.
Lokales SEO (GBP und NAP)
- NAP-Konsistenz in Verzeichnissen sicherstellen; falsche Einträge korrigieren.
- GBP vollständig: Leistungen/Produkte, Attribute, Fragen & Antworten, wöchentliche Beiträge, aktuelle Fotos.
- Lokale Landingpages je Standort/Leistungsgebiet mit unique Content, Kundenstimmen, Anfahrtsinfo und lokalem Markup.
- Bewertungsprozess etablieren (nach Abschluss/Service): rechtssicher um Rückmeldung bitten; auf Bewertungen professionell antworten.
Content-Plan und Redaktionsworkflow
- Keyword- und Themenrecherche nach Suchintention (informational, transactional, lokal).
- Themenarchitektur: 2–3 Pillar-Seiten (Leistungsschwerpunkte) + 8–12 Cluster-Beiträge, die intern verlinken.
- Funnel-Abdeckung: Awareness (Ratgeber), Consideration (Vergleiche, Checklisten), Decision (Case Studies, Preisseiten).
- Redaktionskalender 8–12 Wochen: Frequenz realistisch planen (z. B. 1–2 Beiträge/Woche).
- Qualitätsstandard (E-E-A-T): Expertise belegen, Autorenprofil, Quellen; klare Struktur, Lesbarkeit, visuelle Elemente.
- Wiederverwertung: Blog zu Social-Snippets, Slides, Kurzvideos; ein Inhalt – mehrere Kanäle.
- Review-Workflow: Briefing → Outline → Entwurf → Fact-Check/SEO-Check → Freigabe → Veröffentlichung → Distribution.
Checkliste Woche 3–6
- [ ] Technischer Audit abgearbeitet (Crawling, Duplicate, Schema)
- [ ] NAP-Konsistenz hergestellt; GBP vollständig + aktiv bespielt
- [ ] Mindestens 1 Pillar + 3–4 Cluster-Beiträge veröffentlicht
- [ ] Redaktionskalender und Rollen geklärt (Autor, Lektorat, Freigabe)
- [ ] Bewertungs-/Feedbackprozess etabliert
Ressourcenplanung (KMU)
- Intern: Fachinput aus Vertrieb/Service für Inhalte einplanen (1–2 Std/Woche).
- Extern: SEO/Content-Unterstützung für Recherche, Briefings, Lektorat; Fotografie/Design ad hoc.
Priorisierung nach Impact
- Technische Blocker > Lokale Signale > Conversion-nahe Inhalte (Service-/Produktseiten) > Awareness-Content.
Woche 7–10: Social-Media-Formate, Community-Aufbau und erste Kampagnen
Mit sauberer Website- und Content-Basis erhöhen Sie nun Reichweite und Interaktion in den passenden Netzwerken – mit Formaten, die zur Zielgruppe und zum Ressourcenrahmen passen.
Formate passend zur Zielgruppe
- Plattformauswahl datenbasiert: Wo sind Ihre Kunden aktiv (z. B. LinkedIn B2B, Instagram/Facebook B2C, YouTube für How-tos)?
- Content-Mix: kurze Erklärvideos, Karussells mit Tipps, Vorher/Nachher, Mini-Fallstudien, Mitarbeiter-Einblicke, FAQs.
- Posting-Kadenz: 2–3 Posts/Woche je Kernplattform; feste Rubriken (z. B. „Tipp am Dienstag“).
- Brand-Stilguide: Bildsprache, Tonalität, Hashtag-Prinzipien, Calls-to-Action.
Community-Aufbau
- Aktiv moderieren: innerhalb von 24 Stunden auf Kommentare/Nachrichten antworten.
- Fragen stellen, Umfragen, „Du-fragst-wir-antworten“; Nutzerbeiträge (UGC) fördern.
- Kooperationen: lokale Partner, Mikrounternehmen, Branchenverbände; gemeinsame Live-Sessions/Webinare.
- Social Proof: Kundenstimmen, Zertifizierungen, Pressefeatures.
Erste Kampagnen
- Tracking sicherstellen: Pixel/Insights-Tag einbauen; Conversions/Ereignisse in Analytics und Werbekonten definieren.
- Kampagnenziele wählen: Reichweite (Awareness), Traffic (Consideration), Leads/Conversions (Decision).
- Zielgruppen: Interessensbasiert + Lookalikes/Ähnliche Zielgruppen; lokale Geotargets.
- Creatives/Anzeigenvarianten A/B testen (Hook, Bild/Video, Call-to-Action); Landingpages auf Botschaft/Angebot abstimmen.
- Budgets lean starten (Testbudget), Frequenz beobachten, schlechte Varianten früh pausieren.
Checkliste Woche 7–10
- [ ] Plattform- und Formatstrategie beschlossen
- [ ] 8–12 Postings produziert und eingeplant
- [ ] Pixel/Tags live, UTM-Parameter aktiv
- [ ] 2–3 Anzeigengruppen mit je 2–4 Creatives getestet
- [ ] Community-Response-Zeit < 24 Stunden
Typische Stolpersteine und wie Sie sie vermeiden
- „Posten ohne Plan“: fehlende Rubriken/Kadenz → Redaktionskalender strikt nutzen.
- Traffic-Kampagnen auf schwache Landingpages → erst Conversion-UX optimieren, dann Budget skalieren.
- Kein UTM-Tracking → einheitliche Namenskonventionen, Vorlagen nutzen.
- Zu breite Zielgruppen → mit Engpass-Hypothesen starten, dann graduell erweitern.
Priorisierung nach Impact
- Conversionfähige Landingpages > Zielgruppengüte > Creatives > Frequenz/Skalierung.
Woche 11–12: Audience Analytics, Retargeting-Basics und Reporting-Dashboards
Zum Abschluss der 90 Tage werden die gewonnenen Daten genutzt, um Inhalte, Kanäle und Budgets präzise zu optimieren – und ein Reporting zu etablieren, das Entscheidungen erleichtert.
Audience Analytics zur Optimierung
- Kanalmix analysieren: Welche Quellen liefern qualitativ wertvollen Traffic (Verweildauer, Scrolltiefe, Conversionrate)?
- Suchanfragen & CTR: in der Search Console Low-CTR-Keywords mit hohen Impressions identifizieren; Snippets nachschärfen.
- Onsite-Funnel: Einstiegsseiten → Interaktionen → Conversions; Abbruchpunkte erkennen und Hypothesen ableiten.
- Segmentierung: Neu vs. Wiederkehrer, mobil vs. Desktop, lokal vs. überregional; Kampagnen- und Landingpage-Performance je Segment.
- Qualitative Signale: Heatmaps, Session-Replays, Onsite-Umfragen („Fanden Sie, wonach Sie gesucht haben?“).
Retargeting-Basics
- Zielgruppen aufbauen: Website-Besucher (30/60/90 Tage), Video-Viewer (25/50%), Warenkorb-/Formularabbrecher, Seiten-Engager.
- Exklusionen: Konvertierte ausschließen, um Budget zu schonen; Frequency Capping beachten.
- Creatives und Botschaften: Einwände entkräften, soziale Beweise, knappe Angebote, klare nächste Schritte (Termin, Demo, Angebot).
- Datenschutz beachten: Einwilligungen, Transparenz, Opt-out-Möglichkeiten.
Reporting-Dashboards
- Management-Dashboard: KPIs gegen Ziele (Leads, CPA, organischer Traffic, Rankings Top 10, GBP-Aktionen, Social-Engagement).
- Operatives Dashboard: Keyword-Cluster-Performance, Content-Status, technische Tickets, Kampagnen-Tests und Learnings.
- Visualisierung: Zeitreihen mit Annotationen (Releases, Kampagnenstarts), Vergleich Vorperiode/Vorjahr.
- Review-Rhythmus: wöchentlich operative Checks, monatlich Strategie-Review mit klaren Maßnahmen und Verantwortlichkeiten.
Checkliste Woche 11–12
- [ ] KPI-Dashboards live, für Stakeholder zugänglich
- [ ] 3–5 Optimierungsmaßnahmen aus Analytics abgeleitet und priorisiert
- [ ] Retargeting-Zielgruppen und -Anzeigen aktiv, Exklusionen geprüft
- [ ] Learnings dokumentiert; Backlog für nächste 90 Tage erstellt
Ressourcenplanung (KMU)
- Dashboard-Pflege 1–2 Std/Monat; Quartals-Review mit Vertrieb/Service (Alignment).
- Retargeting-Setups und laufende Tests: 1–2 Std/Woche; Skalierung nur bei nachweislicher Effizienz.
Priorisierung nach Impact
- Conversion-Blocker beheben > High-Intent-Keywords/Seiten ausbauen > Retargeting aufsetzen > Awareness skalieren.
Muster-Roadmap auf einen Blick (anpassbar)
- Woche 0–2: Messbarkeit, Ziele, Quick-Wins (SEO/UX), GBP-Basis
- Woche 3–6: Technisches SEO fertigstellen, lokale Signale stärken, Content-Engine starten
- Woche 7–10: Social-Formate + Community, erste Kampagnen mit sauberem Tracking
- Woche 11–12: Analytics-gestützte Optimierung, Retargeting, Dashboards und Plan für die nächsten 90 Tage
Typische Stolpersteine über alle Phasen
- Zu viele Baustellen gleichzeitig → Impact/Effort-Matrix nutzen; maximal 3 Prioritäten pro Sprint.
- Fehlende Verantwortlichkeiten → Rollen klar benennen (Owner je KPI).
- „Set-and-Forget“-Denken → Wöchentliche Checks, monatliche Kurskorrekturen.
- Ignorieren mobiler Nutzer → Mobile-First-Testen (Core Web Vitals, Formulare, Navigation).
- Unklare Angebote → Value Proposition und CTAs pro Seite/Kampagne schärfen.
Nächste Schritte
- Kostenlose Erstanalyse nutzen, um Status quo und Chancen zu erfassen.
- Roadmap gemäß oben skizzierter Phasen planen; Verantwortlichkeiten, Budgets und Meilensteine festlegen.
- Nach 90 Tagen Review: Ziele vs. Ist, Top-Learnings, Maßnahmen-Backlog; erfolgreiche Taktiken skalieren, schwache eliminieren.
Mit dieser 90-Tage-Roadmap schaffen Sie eine klare, messbare Struktur: von der ersten Bestandsaufnahme über schnell wirksame Anpassungen bis hin zu nachhaltiger Sichtbarkeit und planbaren Ergebnissen. Entscheidend ist die konsequente Priorisierung nach Impact, ein schlankes, realistisch befüllbares Ressourcenmodell – und die Bereitschaft, auf Basis von Daten kontinuierlich zu justieren.